Trauer, Trauerbegleitung und Naturerfahrung

Die Termine 2020, jeweils Samstags

21. März – Frühling – was will Neues entstehen -
27. Juni – Sommer – was nährt meinen langen Atem
19. September – Herbst – was möchte ich würdigen
14. November – Winter – was gilt es loszulassen
der November Termin findet mit Hygienekonzept statt, allerdings ohne bereitgestelltes Essen.
Details teile ich gerne nach einer Anmeldung mit.

NaturGang für Trauernde

TRAUERN – MICH ÖFFNEN – STAUNEN

SteinschriftTrauer hat viele Gesichter.
Es ist das tiefe Gefühl von Verlust, Schmerz und Ohnmacht und es tut weh – tief innen.

Verlust eines geliebten Menschen, aber auch ans Herz gewachsene Tiere, verpasste Gelegenheiten, Verabschiedung von nicht erfüllten Herzenswünschen, Verlust von Fähigkeiten

Manche Menschen ziehen sich zurück, phasenweise oder länger, andere suchen das Gespräch, die Begleitung, möchten „verstehen“ was passiert ist, vielleicht in einer Gruppe Gleich-Betroffener.
Oder sie stürzen sich in Aktivitäten, um den Schmerz zu betäuben.

Es gibt nicht „die“ Trauer und schon gar nicht eine festgelegte Länge dieser Zeit. So hat das „Trauerjahr“  bei vielen Aussenstehenden die Bedeutung:  jetzt ist es vorbei, was aber völlig an der Realität der Trauernden vorbei geht und sie in unnötigen Druck und weitere Einsamkeit bringt.
Leider gibt es in unserer Gesellschaft keine Trauer-Kultur mehr. Viele sind überfordert, und wissen meist nicht, damit umzugehen.

Für mich selbst war der Tod meiner Frau ein Total-Absturz, ein Auflösen jeglicher Stabilität und eine angsteinflössende Ohnmacht des „und jetzt“ ?  Zudem begegnete mir oft Unverständnis, Hilflosigkeit und Abstand. Nur wenige hielten es aus mit mir.
Der Kontakt zu meinen Kindern und Enkeln, wenigen Freunden, die einfühlsame Begleitung in Einzelgesprächen,
Zeit in einer Trauergruppe und ein Wochenendseminar führten mich langsam zum selbstbestimmten Neubeginn.

Während dieser Zeit stromerte ich in meiner Trauer rastlos und verloren durch die Natur, als mir überraschend die Botschaft der Stele irgendwo auf der Alb entgegensprang

„Wie schnell zerstreuen sich
Unrast und Verzweiflung
in der Stille der Natur“

Ich war sehr überrascht – berührt –  getröstet

Seither ist das Verweilen und Lauschen da draussen zu einer neuen Kraftquelle geworden.

Diese Erfahrung möchte ich gerne anderen Trauernden ermöglichen.
Deshalb absolvierte ich bei transformation in natura® die Ausbildung zum NaturCoach und aktuell zum Trauerbegleiter und biete seither regelmässig NaturGänge für Trauernde in den heimischen Wäldern.

Was passiert bei solch einem Naturgang?

Du gönnst Dir eine Aus-zeit vom Getriebe Deines Alltags, lässt bewusst alles zurück, und begegnest Dir ganz neu in der Stille der Natur.

Dabei wirst Du wohltuende und heilsame Erfahrungen machen und die Natur  als Inspiration und Quelle für Trost, Klärungen und Veränderungen entdecken.

In dieser liebevollen Begegnung erfährst Du Dich, wie Du bist, ganz ohne Be-wertungen.
Denn Du bist Teil dieser Natur

Im Detail :
10:00 Treffen bei mir zum Ankommen, Kennenlernen, Einführung, was wie wo…
11:00 Wir gehen ca 2h in die nahen Wälder, jeder für sich, mit einem kleinen Impuls.

Du bist eingeladen, absichtslos und neugierig herumzustreunen, zu schauen und zu fühlen, was im Außen und Innen auftaucht.
Diese Erfahrung verbindet Dich mit der Natur und ist Spiegel für innere Vorgänge.
Du wirst spüren, was in Dir „an-klingt“.
Das Schöne dabei: es ist sehr einfach und ermöglicht manches Aha-Erlebnis, das ins Staunen führt.

ca 13:30 Wir treffen uns wieder bei mir. Nach einem kleinen Imbiss hören und
würdigen wir die Geschichten und ich „spiegle“ sie in wertschätzender Weise.
ca 16:00-17:00 Kommen wir zum Ende.

 

Mitbringen:

Kleidung Wetter entsprechend, feste Schuhe, ein Sitzkissen oder Iso-Matte,
eine Uhr für die Rückkehr, ein Notizbuch, etwas Wasser, ein kleiner Rucksack.

Kosten (inkl. Imbiss):

40-70€ je nach Selbsteinschätzung

Kundenstimmen

„… ungeweinte Tränen, verschlossen in mir, wo finden sie ihren Platz … Es tut gut hier in der Sonne zu sitzen, das Leben um mich herum, der Bach plätschert, steiniger Untergrund …ich sehe einen Weiterweg: eng, aber es bahnt sich ein Weg, lichtdurchflutet… langsam und mit Bedacht gehen, festhalten, Pausen machen, einen guten Platz finden und einnehmen“
Von den Naturgängen, so wie du sie begleitest und ich es erlebt habe, bin ich immer gestärkt zurück gekommen. Eingebettet in einen guten Rahmen, der Sicherheit gibt und Vertiefung des Erlebten durch dein Spiegeln, war es für mich immer eine Bereicherung und ich hoffe, in 2020 auch wieder dabei sein zu können.

Anonym, 2019